Lebensrettendes onkologisches Projekt im Nairi-Hospital in Armenien

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Ein Bericht von Prof. Dr. med. Christof Sohn, Direktor der bekannten Universitäts-Frauenklinik in Heidelberg, über die extrem schlechte onkologische Versorgung in Armenien und die dramatischen Folgen, vor allem für armenische Frauen, motivierte den FFBT e.V. dazu, in diesem Bereich aktiv zu werden.

Die häufigste Krebserkrankung in Armenien ist der Brustkrebs.Eine Brustkrebsdiagnose wird von den betroffenen Frauen als Todesurteil empfunden – leider oft zu Recht. Denn aufgrund der völlig unzulänglichen Versorgung sterben armenische Frauenungewöhnlich schnell und häufig an dieser Erkrankung. Dazu trägt die Tatsache bei, dass in Armenien offensichtlich eine besondere genetische Disposition für das Mammakarzinom verbreitet ist, sodass häufig auch sehr junge Frauen erkranken – in einem Ausmaß, das im übrigen Europa unbekannt ist.

Um diesen Frauen helfen zu können, hat die Universitäts-Frauenklinik Heidelberg einen regelmäßigen Austausch mit dem Nairi-Hospital und weiteren onkologischen Einrichtungen in derarmenischen Hauptstadt Jerewan gestartet: Alle zwei Monate operiert Prof. Dr. Sohn gemeinsam mit einem Oberarzt eine Woche lang so viele an Brustkrebs erkrankte armenische Frauen wie möglich und behandelt sie auch nach der Operation weiter. Für eine erfolgreiche, oft lebensrettende Weiterbehandlung ist es erforderlich, das Gewebe der operierten Frauen mit nach Deutschland zu bringen und in pathologischen Laboren zu untersuchen, da in Armenien die Möglichkeiten dafür fehlen. Für diese Transporte und Untersuchungen fallen sehr hohe Kosten an. Darüber hinaus findet Hilfe zur Selbsthilfe statt: Armenische Ärzte werden in Heidelberg in der Behandlung insbesondere des Mammakarzinoms geschult, um auf lange Sicht das notwendige Know-how in der onkologischen Versorgung vor Ort aufzubauen. Auch das kostet viel Geld.

Für den FFBT e.V. ist es eine Selbstverständlichkeit, dieses wichtige und verdienstvolle Austauschprojekt durch die gesammelten Spendengelder tatkräftig zu unterstützen und so dazu beizutragen, in einer benachteiligten Region leidenden Menschen in großer Zahl zu helfen und viele Leben zu retten. In diesem Jahr konnte dieses Projekt durch den FFBT e.V. erstmals finanziell unterstützt werden; diese dringend benötigte Unterstützung soll weiter fortgesetzt werden.